Wanderausstellung "Rechtsextreme Gewalt in Deutschland 1990-2013"

Fotografien von Sean Gallup 

 

Foto: SeanGallup_GettyImages

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr konzipierte eine Ausstellung mit Arbeiten des amerikanischen Fotografen Sean Gallup, die sich mit rechtsextremen Gewalttaten in Deutschland auseinandersetzen. Darin werden Porträts von Opfern rechtsextremer Gewalt sowie von aktiven Neonazis und Aussteigern gezeigt und deren Lebensläufe vorgestellt. Im Zentrum der dargestellten Biographien steht eine Gewalttat oder ein Gewaltumfeld. Zwei Jahre bereiste dazu Sean Gallup alte und neue Bundesländer und dokumentierte rechtsextreme Gewalt als gesamtdeutsches Phänomen. In den Fotografien von Sean Gallup geht es nicht nur darum, die Bösartigkeit in der Gesellschaft aufzuspüren. Es geht auch darum, Auswege aus der Gewalt zu finden, um die Ermutigung zur Zivilcourage und zu zivilbürgerlichem Engagement, dessen Kern Empathie und Mitgefühl für andere ist.

In den Arbeiten von Sean Gallup scheinen Menschen direkt aus den Bildern zu schauen und sich an ihr gegenüber zu wenden. Seine Bilder beziehen uns ein als ein Teil der Gesellschaft und als politisches Subjekt. Sie provozieren die Fragen, warum Menschen andere hassen und was sie dazu bringt, sie schwer zu verletzen oder gar töten zu wollen.

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